
Ort: Harsefelder Str. 44a, 21680 Stade
Träger: Harsefelder Str. 44a, 21680 Stade
Provinzen/Regionen: Stadt und Kreis Goldap / Ostpreußen
Mi 13 – 16.30 Uhr und nach Vereinbarung
Sie wurde 1970 zum Goldaper Heimattreffen und zum 400-jährigen Stadtjubiläum eröffnet. Standort war Am Wasser West, am Stader Hansehafen aus dem Mittelalter. 1987 zog die Sammlung als Patenschafts-Museum in die Große Schmiedestraße in der südlichen Altstadt, von Dr. Beate Christine Fiedler nach musealen Kriterien eingerichtet. Sie begleitete als Historikerin auch den Umzug an den heutigen Standort – mit neu konzipierter Ausstellung – in einem geräumigen Haus mit Parkplatz in der Harsefelder Straße. Dort betreuen heute – seit 2004 – Annelies und Gerhard Trucewitz die Sammlung auf einer Ausstellungs-Fläche von 144 m² in fünf Räumen und Flur.
Die Betreuung der Sammlung erfolgt ehrenamtlich, der Landkreis Stade als Pate für die Menschen aus dem Landkreis Goldap (seit 1952) stellt die Räume zur Verfügung und sorgt für ihren Unterhalt. Er unterstützt die Goldaper auch bei ihren jährlichen Heimattreffen in Stade.
Die Ausstellung zeigt v.a. die Geschichte von Stadt und Landkreis Goldap, geht aber auch auf Flucht und Integration ein. Es gibt u.a. ein ziemlich großes Modell des Jagdhauses von Kaiser Wilhelm II. in der Rominter Heide, Haushalts-Geräte, handgewebte Textilien, Objekte zur Schulgeschichte und zur Pferdezucht oder Modelle von Maschinen zur Torfgewinnung und Holzverarbeitung. Besonders in den Blick fällt eine modern gestaltete Wand mit Inszenierung zur Flucht 1944. Hinzu kommt eine große Bibliothek mit ca. 3500 Bänden, ein Archiv mit einer Dokumentation der Dörfer (und der Stadt) im Kreis, ein Familien-Archiv für den Kreis, die Vereins-Zeitschrift „Heimatbrücke“ sowie ein Findbuch dazu, ein Bildarchiv, Zeitzeugen-Interviews auf Video, Karten und eine Sammlung von Fluchtberichten. Ein Inventar ist vorhanden.
Gelegentlich öffnet das Museum auch am Sonntag z.B. für Tage der offenen Tür, Aktionen zum Advent, Lesungen oder Vorträge. Außerdem dient es als außerschulischer Lernort, für Zeitzeugen-Gespräche oder spezielle Thementage der Schulen in der Umgebung. Für die Zukunft wünschen sich die Goldaper, dass das Museum erhalten bleibt und seinen Status als Ostpreußen-Museum und außerschulischer Lernort behält.