Ort: Vorwerkstr. 17, 27432 Bremervörde – bis Frühjahr 2026
Träger: Heimatkreis Stuhm
Provinzen/Regionen: Stadt und Kreis Stuhm / Westpreußen
Termine vsl. ab Frühjahr 2027 nach Vereinbarung
In einem alten Fachwerk-Haus in Bremervörde, dem Backhaus, wurde 1959 unter Regie von Otto Piepkorn eine „Stuhmer Stube“ eingerichtet. Ab 1985 standen drei Räume im Erdgeschoss des Bachmann-Museums zur Verfügung. 1993 folgte der Umzug an den Standort im alten Forsthaus an der Vorwerkstraße, wo mehrere Räume mit insgesamt etwa 120 m² vorhanden sind. Im Frühjahr 2026 ist die Sammlung kurzfristig und vorübergehend eingelagert worden und soll voraussichtlich im Herbst an einen neuen Standort umziehen.
Bereits 1957 hatte der Landkreis Bremervörde auf Bitte des Heimatkreis-Vertreters Günter v. Flottwell die Patenschaft über die geflüchteten und vertriebenen Stuhmer übernommen. Ca. 600 von ihnen lebten damals im Landkreis. Nach der Reform der Landkreise ist inzwischen der Kreis Rotenburg / Wümme der Pate. Der Landkreis unterstützt den Heimatkreis Stuhm – und auch den ostpreußischen Heimatkreis Angerburg – in vielfältiger Weise, u.a. wird der Museumsraum kostenlos zur Verfügung gestellt. Hinzu kommt aber z.B. auch ideelle Unterstützung durch Teilnahme des Landrats an Sitzungen und Veranstaltungen.
Im Museum finden sich sehr viele Fotos, eine kleine Bibliothek mit Literatur zur Region – Zeitschriften, Bücher – einige Archivalien, Schulchroniken, Unterlagen zu jedem der 70 Orte des Kreises Stuhm. Ein Teil der Unterlagen ist durch die Martin-Opitz-Bibliothek Herne digital erfasst worden, die „Stuhmer Heimatbriefe“ stehen auf der Internetseite des Heimatkreises digital zur Verfügung, genauso einige Bücher. Zur ausgestellten Sammlung gehören neben vielen Fotos Textilien, Erinnerungsstücke aller Art, einige Modelle, z.B. vom Bismarckturm in Lichtfelde. Besondere Stücke sind eine Fahne des Kath. Jünglings-Vereins von 1908, ein Asservaten-Beutel aus dem Stuhmer Gefängnis oder eine Schulwandkarte des Kreises.
Gegenwärtig kümmert sich der Vorstand des Heimatkreises um die Sammlung, die regelmäßig nur zum jährlichen Heimatkreis-Treffen im August geöffnet ist, ansonsten auf Anfrage. Da seit Jahren die Besucher-Zahlen sinken, ist für den Fall der Auflösung des Heimatkreises eine Übernahme-Vereinbarung mit dem Patenkreis getroffen worden, der den Bestand dann in sein Archiv übernehmen will.