HISTORISCHE Ostdeutsche Heimatsammlungen in NRW

Gelsenkirchen

Heimatsammlung Gelsenkirchen-Allenstein

Allensteiner Heimatmuseum „Treudank“

Ort: Vattmannstr. 11, 45879 Gelsenkirchen
Träger: Stadtgemeinschaft Allenstein e.V.

Allenstein

Kontakt:

StdtAllnstnt-nlnd
Tel. 0209 29131
Fax 0209 4084891

Ansprechpartner:

Thomas Nowack

Weitere Informationen:

Museumsführer (gedruckt)

Geöffnet:

Di 10 – 12 Uhr, auch nach Absprache

Die Sammlung

Die erste Heimatstube wurde 1957 in einem Raum der Stadtverwaltung eröffnet, den die Stadt Gelsenkirchen als Patenstadt der vertriebenen Allensteiner (seit 1953) zur Verfügung gestellt hatte. Viele Allensteiner und andere Ostpreußen waren nach Flucht und Vertreibung ins Ruhrgebiet gekommen, da sich hier seit Ende des 19. Jahrhunderts bereits zahlreiche Ostpreußen auf Arbeitssuche niedergelassen hatten. Der Name „Treudank“ erinnert an das Allensteiner Landestheater, das als Dank für die Treue bzw. das Bekenntnis zu Deutschland, das Südostpreußen in der Volksabstimmung 1920 abgelegt hatte, aus Mitteln der Preußischen und der Reichsregierung errichtet wurde.

1960 zog die größer gewordene Sammlung in die Dickampstraße 13. 1971 folgte der Umzug in das Dreikronenhaus. Dank der finanziellen Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen konnte die Sammlung dabei auch angemessen museal umgestaltet werden.

Am Aufbau des Heimatmuseums maßgeblich beteiligt war Dr. Heinz-Jörn Zülch, Sohn des Oberbürgermeisters von Allenstein (1903 – 1932). Er steuerte auch Stücke aus dem Besitz der Familie bei. Nahezu 20 Jahre betreute Irmgard Falken die Sammlung. Mit ihrem Tod ging viel Wissen um die Exponate verloren. 2003 übernahm Christel Becker die Betreuung, die sie inzwischen aufgeben musste. Die Räume werden von der Stadt Gelsenkirchen einschließlich der Nebenkosten unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die Betreuung durch die Allensteiner erfolgt ehrenamtlich.

Auf 100 m² befinden sich eine Bildergalerie über das frühere und das heutige Allenstein sowie vier – unterschiedlichen Themen gewidmete – Räume, außerdem Bibliothek und Archiv. Ein Schwerpunkt ist die Geschichte der Stadt, besonders die Gewerbeausstellung von 1910 und die Volksabstimmung von 1920. Dazu kommen Karten und Stadtpläne. Weiter geht es um die Werke Allensteiner Künstler vor und nach 1945 – Ölgemälde, Aquarelle, Graphiken und Plastiken. Glanzstück der Sammlung ist das „Goldene Buch“ der Stadt. Das von einem Mitglied des Stadtrates gestiftete Buch wurde 1910 zur Gewerbeausstellung angelegt. Schirmherr Prinz Heinrich Wilhelm von Preußen trug sich als Erster ein. Die Odyssee des Buches und seine Rettung sind ebenfalls dokumentiert.

Die Allensteiner Bibliothek umfasst mehr als 500 Bücher und Bildbände. Schwerpunkt ist die Geschichte Ostpreußens und der Stadt Allenstein. Herzstück ist die zwölfbändige „Geschichte der Stadt Allenstein“ von Prof. Hugo Bonk, die er im Auftrag der Stadt in 30 Jahren (1903 – 1930) erarbeitete. Es sind viele Ausgaben der „Allensteiner Zeitung“ vorhanden, z. T. auf Mikrofilm. Zudem ist eine bereits digitalisierte Heimatkartei vorhanden, die mehr als 20.000 Personen umfasst.

360°-Einblick in die Sammlung

Gelsenkirchen-Allenstein

Ausgewählte Exponate im virtuellen Raum

Gelsenkirchen-Allenstein Sammlung

Kennen Sie schon diese Heimatsammlung?

Bad Oeynhausen

Sammlung Bad Oeynhausen

Datenschutzhinweis

Diese Webseite nutzt externe Komponenten, wie z.B. Schriftarten, Karten, Videos oder Analysewerkzeuge, welche alle dazu genutzt werden können, Daten über Ihr Verhalten zu sammeln. Datenschutzinformationen